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(not translated)

WIEDER DA: "Krieg der Sterne"

Ein Ronto kommt selten allein

Lange her in einer Zeit irgendwann Ende der 70er, in irgendeinem Kino nicht weit entfernt: Der Halbstarke Luke Skywalker (Mark Hamill) rast mit seinem Gleiter auf einem fettfleckähnlichen Blubb durch die Wüste. In bedrohlicher Nähe suchen Fußstreifen des Imperiums nach entflohenen Androiden.

Zwanzig Jahre später, in einem Multiplex nebenan: Luke Skywalker ist immer noch ein Halbstarker, doch der Blubb unter seinem Gefährt ist wegretuschiert, und die Fußtruppen reiten inzwischen auf Dinosauriern. Die Jubiläumsausgabe von "Krieg der Sterne" wird die Fans überraschen - positiv wie negativ. Sie ist nicht einfach nur ein weiterer Directors Cut oder eine Neuauflage in verbesserter Ton- und Bildqualität. Digitale Effekte haben neue Charaktere und Szenen möglich gemacht, die der Computer hineinzauberte. "Krieg der Sterne" ist der Auftakt zum Relaunch der kompletten Trilogie und einer Reihe neuer Folgen der Saga.

Die Geschichte ist kurz erzählt: Prinzessin Leia (Carrie Fisher) wird von Darth Vader entführt und unser Held Skywalker zieht aus, sie zu retten. Mithilfe des Weltraumschmugglers Han Solo (Harrison Ford) gelingt es ihm auch noch, die planetenzerstörende Waffe des Bösen, den Todesstern, zu zerstören. Doch das Happy End ist befristet, Darth Vader entkommt und rettet sich in Teil zwei der Trilogie.

Was Anfang der 80er noch als rasanter Film gehandelt wurde, ist im Vergleich zu heutigen Actionfilmen eher ein beschaulich erzähltes Sci-Fi-Märchen. In der Kombination von Spannung und Ästhetik bleibt "Krieg der Sterne" jedoch unschleagbar.

An dem Klassiker herumzudoktern hatte für Regisseur und Vater der Saga George Lucas verschiedene Gründe. Zum Jubiläum sollte etwas passieren. Teil eins wurde überarbeitet. Und da man gerade dabei war, nahm sich das Team auch noch die restlichen zwei vor. Perfektionist Lucas war von je her unzufrieden mit einigen Szenen des Originals.

Ein Gespräch zwischen Han Solo und dem mutierten Gangsterboß Jabba the Hutt zum Beispiel war erst in der Neuauflage technisch machbar. In einer anderen Szene erschießt Han Solo den Gangster Greedo. Mit einem hineinkopierten Laserschuß schafft der verantwortungsbewußte Filmemacher heute eine Notwehrsituation. Viele kleine Viecher und ein großer Ronto (ähnlich einem Bronto) wuseln durch die Straßen des Raumflughafens Mos Eisley - Grüße an "Jurassic Park".

Lukas scheinen die ursprünglichen Einstellungen zu langweilig gewesen zu sein. Fanclubs in den USA meinen, die lärmenden und hampelnden Neuzugänge störten nur. Aber unterm Strich sind die Veränderungen nützlich. Die meisten bemerkt man nicht einmal, so gut passen sie hinein. Zwar kam "Krieg der Sterne" bisher auch sehr gut ohne zusätzliche Effekte aus. Doch macht die recycelte Version das Spektakel wieder zeitgemäß und bringt es zurück auf die große Leinwand, wo es hingehört.

Ein wichtiges Motiv für die Experimente mit computeranimierten Details sind die geplanten neuen Folgen. Geübt wurde für eine Trilogie, in der Darth Vader und Obi-wan Kenobi (Alec Guiness) noch jung sein werden. Ein erster Teil soll 1999 anlaufen. Die aktuellen Filme werden damit die Folgen vier bis sechs.

Bis zum Jahr 2010 will George Lucas auch noch eine dritte "Krieg der Sterne"-Trilogie gedreht haben. Möge die Macht mit ihm sein!

Heiko De Groot

Filmstart 20.03.1997

Krieg der Sterne, USA 1977/97, 125 Minuten, ab 6 Jahren, R: George Lucas, D: Mark Hamill, Harrison Ford, Carrie Fisher, Alec Guinnes

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20.03.1997
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